Bell /Porcupine River

Diese Fahrt beginnt in Canada und endet in Alaska/USA.Daher sind hier einige Dinge zu beachten die bei Fahrten nur in Canada keine Probleme bereiten.Da während der Tour die Grenze zu den USA überquert wird sind eventuell andere Bestimmungen zu beachten,z.B.Waffen.Diese recht lange Tour von etwa 800 km vom Summit Lake in den Richardson Mountains bis Fort Yukon in Alaska beginnt man auch am besten mit dem Flug nach Whitehorse.Von hier gehts einen Tag später mit Air North im Linienflug nach Inuvik.Hier besteht die Möglichkeit einen Flieger für den Flug zum Summit Lake zu chartern.Eine weitere Möglichkeit ist der Eagle vom Highway Nähe Eagle Plains.Oder zur Mündung des Rat Rivers in den Mackenzie.Wer dann eine gute Woche einplant kann dann gegen die Strömung des Rat mit treideln,staken und gelegentlich paddeln ebenfalls den Summit Lake erreichen.Gerade bei dieser Tour ist ein Buchen eines Fluges von Inuvik zum See bereits von Deutschland aus nicht nötig.Die per E-Mail eingeholten Angebote von insgesamt 5 Unternehmen in Inuvik schwankten um fast 250,-Can$ !!!!!!!.Empfehlen kann ich Judy & Olav Falsness von Artic Chalets.Sie haben eine wirklich schöne Anlage im Randbezirk von Inuvik.Außerdem eine Autovermietung und führen alle möglichen Unternehmungen per Flugzeug durch.

1.Tag Flug Muc - Whitehorse

Bereits auf dem Münchner Flughafen traten die ersten Probleme auf.Die junge Frau wollte mir 50 kg Übergepäck berechnen.Aufgrund meines Protestes holte sie dann den zuständigen leitenden Mitarbeiter der Condor,der mir ebenfalls Übergepäck berechnen wollte und sich zuerst auf keine Diskussion einließ.Erst nachdem ich auf herbeirufen des Chefs bestand hatte der gute Mann die Güte meine Angaben zu überprüfen.Natürlich brauchte ich kein Übergepäck zu bezahlen.Denn für Flüge nach Fairbanks/Anchorage und Whitehorse sind 2x32 kg frei.Lediglich für das Faltboot war eine Pauschale von 100,-DM für Hin und Rückflug zu entrichten.Auch hierüber wußte das Personal leider nichts genaues aber ich hatte zum Glück die Faxe der Sondereservierung der Condor dabei.Denoch war die junge Dame nicht in der Lage das Ticket richtig auszudrucken und so gabs auf dem Rückflug in Fairbanks wieder Probleme.Dazu später.Nach knapp einer Stunde Theater wars dann doch geschafft.Der nächste Hammer kam in Whitehorse.Mein gesamtes Gepäck lag noch in Frankfurt.Die Mitarbeiterin der Condor in Whitehorse wollte mich erst mit einem lockerem : Die Sachen kommen morgen mit der nächsten Maschine : abtun. Nachdem ich ihr dann aber erklärt habe,das mein Anschlußflug in wenigen Stunden gebucht und bezahlt war,das in Inuvik ein gechartertes Flugzeug auf mich wartet und ich somit auf keinen Fall in Whitehorse bleiben könnte hat sie sich aber wirklich intensiv um alles gekümmert.Die Condor hat dann sowohl die Übernachtung in WH als auch die Kosten meines Aufenthaltes in Inuvik komplett bezahlt.Leider kam mein Gepäck nicht am nächsten Tag.Und am übernächsten Tag gabs keinen Flug nach Inuvik und so wurde mein Gepäck mit einem extra gecharterten Flieger nach Inuvik geschickt.Durch diese Umstände waren dann leider meine 3 Reservetage die ich für Komplikationen während der Tour eingeplant hatte, bereits weg.Das Problem mit dem Gepäck hatte ich bei der Condor in 5 Jahren 3 mal.

2.Tag Whitehorse - Inuvik

Bei der Ankunft in Inuvik war es 3 Grad frisch.In Whitehorse wars bei meiner Abreise immerhin 18 Grad gewesen.Bereits bei der Zwischenlandung in Old Crow war es erheblich kühler.Da ich nur meine Reisesachen anhatte habe ich mir erstmal warme Sachen gekauft.Diese Kosten hat die Condor ebenfalls später erstattet.Anstelle einzukaufen und mit dem Wasserflieger zum Summit Lake zu fliegen habe ich nun die nächsten Tage mit Warten bei Arctic Chalet verbracht.Da Inuvik nicht gerade viel zu bieten hat wars langweilig.

3.Tag Inuvik

Langweilig und schlechtes Wetter.

4.Tag Inuvik

Ein Wunder ist geschehen, mein Gepäck ist da.Ich habe mir bei Judy einen Wagen geliehen und bin zum Flughafen.Natürlich keiner da.Wieder Stunden warten bis endlich einer der Mitarbeiter kam und mir mein Gepäck herausgegeben hat.Heute war das Wetter in den Bergen zu schlecht und daher mußte der Flug verschoben werden.

5.Tag Inuvik - Summit Lake

Aufgrung des Wetters ging auch am heutigen Tag erstmal nichts.Abends um sechs rief Olav an und sagte mir das Wetter sei ok.Kurz drauf sind wir dann,man glaubt es kaum,tatsächlich Richtung Summit Lake abgeflogen.Der Flug über das Mackenziedelta war super.Es war gut zu beobachten wie die Landschaft sich immer mehr veränderte.Es wurde immer trockener,die vielen Seen und Flußarme wurden weniger.Dann tauchten die Richardson Mountains auf.Der Pilot überquerte den Rat River und flog dann in eine spektakuläre Schlucht hinein.Nach einiger Zeit landete er auf dem Summit Lake.Ausladen ging schnell vonstatten.Da das Wetter zuzog hat er sich beeilt wieder wegzukommen.Dies war schwierig.Der Wind hatte gedreht und er hat es mit viel Mühe geschafft das Flugzeug zu drehen und dann zu starten.Es war und blieb zwar trocken aber mit 5 Grad wars kühl.Uhrzeit mittlerweile 21 Uhr.!

6.Tag Summit Lake bis Zeltplatz

Durch den Verlust meiner Reservetage beschloß ich sofort meine Ausrüstung zum Little Bell zu bringen und die Fahrt anzutreten.Ursprünglich wollte ich den ersten Tag hier verbringen.Die in den meisten Beschreibungen empfohlene Portage zum Little Bell kann man getrost vergessen.Es ist wesentlich besser die Sachen zu einem kleinen See nur etwa zweihundert Meter entfernt zu bringen.Dann diesen See durchpaddeln und den kleinen Verbindungsarm zum zweiten See zu nutzen.Dann ist die Portage zum Little Bell nur noch vielleicht 100 Meter lang.Der Boden besteht zum größtenteil aus weichen,mit Grasbuckeln gespicktem Untergrund.Großflächig mit Wollgras bewachsen.Gehen,besonders mit Gepäck,ist nicht einfach und daher eine möglichst kurze Portage praktisch.Durch das kühle Wetter waren so gut wie keine Mücken auf mich scharf.Das war natürlich ganz schön,sollte sich aber in Kürze ins absolute Gegenteil umkehren.Nach dem Motto:Die Sonne sah ich immer dann,wenn ich mit der Faust ein Loch in die Mücken geschlagen hatte.Die ganze Aktion,vom Wassern auf dem Summit Lake über das Aufbauen des Ally bis zum Sitzen im Boot auf dem Little Bell,hat ca 4 Stunden gedauert.Der Little Bell trägt seinen Namen zu Recht.Olav hatte mir gesagt der Wasserstand sei ungewöhnlich gut.Na ja,der Bach hatte kaum Paddeltiefe und ständig kam es zu Grundberührungen.Bei niedrigerem Wasserstand dürften die ca.20 km auf dem Little Bell zur Strapaze werden.Die Breite schwankt von etwa 2 Metern bis vielleicht 5 Meter im oberen Bereich.Da die Strömung aber recht flott ist und die Mäander sehr eng kann man dies nicht vermeiden.Die Böschungen beidseitig sind mehrere Meter hoch.Aussteigen und schauen kann man vergessen.Bei dem schlammigen Untergrund an der Wand hochkraxeln dürfte nie was werden.In den Kurven und zugewachsenen Bächen lag noch Eis.!Mitte Juli!

  Die kleinen Bäche werden von den Tieren genutzt um den Fluß zu überqueren.Hier konnte man eigentlich bei jedem Bach Fußspuren beobachten.Bei der Strömung mit dem vollen Boot dürfte eine Begegnung mit z.B.einem Bär,der gerade den Bell überquert sicher interessant werden.Die Gesamtlänge des Little Bell beträgt etwa 20 KM.Kurz vor der Mündung in den Bell River habe ich einige kleine querlaufende Felsbarrieren im Wasser zu spät gesehen.Das volle Boot anzuhalten ging nicht und so bin ich mit ordentlichem Tempo aufgelaufen.Das Boot hing vorn und hinten runter und ich habe schon den Ally verschrottet gesehen.Aber nach dem Wiederflottmachen und einer Kontrolle des Bodens war außer einige Kratzstellen nichts zu sehen.Seit diesem Moment bin ich von der Belastbarkeit des Bootes überzeugt und es stellten sich auch bei späteren kernigen Bodenberührungen keinerlei Probleme ein.Plötzlich war es dann soweit.Aus dem engen Bachtal mit Schwung in den Bell.Pause machen und essen war Fehlanzeige.Die Ufer sind so dicht zugewachsen und dermaßen schlammig das man nirgendswo rauskann.Erst nach etwa 2 weiteren Stunden fand ich eine kleine Kiesbank bei der Einmündung eines Baches.Kaum war ich aus dem Boot war ich von einer Wolke von Moskitos umgeben.In all den Jahren,egal wo,Canada,Lappland usw. hab ich sowas noch nicht erlebt.Essen und trinken nur unter Schwierigkeiten.Ohne Kopfnetz,Bugshirt und Handschuhe konnte man überhaupt nichts machen.Pinkeln nur im Dauerlauf.Die Suche nach einem Zeltplatz war nicht erfolgreich.Also ließ ich mich treiben.Auf dem Bell keine Gefahr,da die Strömung schwach ist und es keine Schnellen oder ähnliche Hindernisse gibt.Nach der Mündung des Eagle gings dann noch etwa 25 km weiter bis ich dann endlich einen relativ trockenen Zeltplatz auf einer Kiesbank fand.Die Strömung ist in diesem Bereich gleich null .Nach einer Riesenportion Nudeln und etlichen Bechern Tee bin ich in den Schlafsack.Gleich den ersten Tag so zu verbringen war natürlich nicht schön und ich war regelrecht ko.

7.Tag Zeltplatz bis George Moses ´Camp 

 

Auch nach dem Zusammenfluß mit dem Eagle bleibt die Strömung sehr schwach.Die gelegentlich einmündenden Creeks wurden jedesmal dazu genutzt den Wasservorrat aufzufüllen.Durch den steten Gegenwind und Regen war es schon eine echte Anstrengung bis zum Porcupine.Zumal die Ufer des Bell nicht sehr abwechslungsreich sind.Auch in diesem Bereich sind Zeltplätze absolute Mangelware und die Moskitoschwärme ungeheuer.Die Mündung in den Porcupine habe ich gegen 15 Uhr erreicht. Die Breite des Flusses war bereits hier enorm.In dieser Größenordnung hatte ich es eigentlich nicht erwartet.Egal.Mit leichtem Rückenwind und der akzeptablen Geschwindigkeit des Flusses habe ich mich mehrere Stunden treiben lassen.Der Salmon Cache Canyon ist zwar von hohen Ufern eingefasst und einige Höhenzüge begleiten den Fluß aber dennoch ist der sogenannte Canyon enorm breit.Die Strömung war trotz des hohen Wasserstandes nur gering.Der Flußlauf weist gerade Strecken von etlichen Km auf.Mit etwas Gegenwind ist Treibenlassen Fehlanzeige.Bei der Mündung des Driftwood Rivers hab ich die erste längere Pause gemacht.Da auch hier einigermaßen gute Zeltplätze so gut wie nicht vorhanden sind entschloß ich ich zu einer Mammutetappe.Durchzufahren bis Old Crow.Mittlerweile war es später Abend.Aber da um diese Jahreszeit die Sonne nicht untergeht ging die Fahrt reibungslos vonstatten.Die Strömung mittlerweile nur noch gelegentlich vorhanden.Etwa 10 km vor Old Crow war ich dann doch am Ende.Ich suchte nach einem guten Platz auf einer der mittlerweile häufigen Kiesbänke.Ganz in Gedanken hat mich das Gebell von etlichen Hunden ganz schön erschreckt.Am Ufer auf einer kleinen Anhöhe befand sich eine Cabin mit einigen Nebengebäuden und eben besagten Hunden.Durch das Gebell aufmerksam geworden trat eine Person aus einer kleinen Hütte.Die Einladung zu einer Tasse Kaffee hab ich noch nie so gerne angenommen.George Moses wohnt hier im Sommer mit seinen etwa 20 Hunden und lebt als einziger Native von Old Crow auf traditionelle Weise.Aus einer Tasse Kaffee wurden mehrere und ich hatte absolut keine Lust weiterzufahren.Auf meine Frage bezüglich hier zelten,bot er mir die zweite Koje in der Hütte an.

 

8.Tag George

Am Morgen nach dem Frühstück bin ich mit ihm zu seinen Netzen gefahren.Der Lachsrun stand bevor wie George sagte.In den Netzen haben wir in den zwei Tagen über 30 Lachse und eine Menge anderer Fische gefangen.Der leichteste Lachs wog 24 Pfund,der schwerste 41 Pfund!!!Die Lachse tauscht er in Old Crow gegen alle Dinge die er hier benötigt ein.Die Beifang wird an die Hunde verfüttert.Bis zu meiner Abfahrt habe ich Lachs in allen möglichen Zubereitungsarten genossen.

9.Tag George - Old Crow

George beabsichtigte nach Old Crow zu fahren um die Fische wegzubringen.Ich hatte mich entschlossen einen Tag in Old Crow zu bleiben.Eingeladen von Freunden von George die ihn am Tag zuvor besucht hatten.Also alle Klamotten aufs sein Boot und dann gings flott nach Old Crow.

10.Tag Old Crow

Old Crow ist eine kleine Siedlung mit etwa 450 Natives.Der Ort ist,im Gegensatz zu leider vielen total verkommenen Siedlungen der Indianer oder Inuit,blitzsauber und es besteht Alkoholverbot!!Die Leute sind ausgesprochen freundlich und es war eine tolle Abwechslung.Allerdings wurden mir nachts von Hunden meinen guten Tevas geklaut.Ich hatte sie vor dem Haus in dem ich übernachtete auf die Treppe gestellt.Nach längerem Suchen habe ich sie wiedergefunden.Vielleicht war der Geschmack doch nicht so wie die Hunde es gern gehabt hätten.

   
         
         

11.Tag Old Crow - Kiesbank

Meine zu Beginn der Fahrt am Summit gebrochene Rippe machte mir wieder zu schaffen.So habe ich mich von George´s Freund mit dem Motorboot bis Frog Lake bringen lassen.Der Wind war gestern stark aufgefrischt und gegen ihn anzupaddeln wäre kräftezehrend gewesen.Durch die langen Anfangsetappen und diese Hilfe lag ich wieder sehr gut im Zeitplan.Laut Karte wars nun nicht mehr weit bis zu den Ramparts of the Porcupine.Diese Schlucht war landschaftlich wirklich schön und abwechslungsreich.Die Strömung nicht besonders stark.Gute Zeltplätze jede Menge.Die Kiesbänke haben bis zum Ende der Fahrt zum Teil enorme Ausmaße.Sie werden auch zum Landen mit Flugzeugen benutzt.Da sie meist völlig trocken sind,gibt es keine Mücken und man kann ungestört baden und die Sonne genießen.Bei Rampart House erwartete mich wieder eine Überraschung.12 Personen waren mit der Restaurierung dieser alten Siedlung beschäftigt.Sie lebten für 3 Monate hier und verrichteten alle 

 erforderlichen Arbeiten.Ich kam passend zum Essen.So mitten in der Wildnis Kartoffeln und frisches gedünstetes Gemüse mit Fisch,dazu verschiedene Getränke und Leckereien kamen gerade recht.So gestärkt bin ich dann wieder gestartet.Unmittelbar nach dem Creek an dem Rampart liegt,beginnt Alaska.Ab nun befindet man sich in den USA.Die Upper Ramparts sind nicht so spektakulär wie Teile der Ramparts.Auch hier ist die Strömung schwach.Übernachtet wurde wieder auf einer Kiesbank.Zwei Tage schien die Sonne ununterbrochen und bei Temperaturen von gut 25 Grad wars schön warm.

12.tag Kiesbank - John Herberts Village

Nach dem Howling Dog Canyon ist Strömung eine Fremdwort. Lange Strecken mit stehendem Wasser lassen die Fahrt anstrengend werden.An den Anblick der Stachelschweine,die abends an den Fluß kommen gewöhnt man sich schnell.Ansonsten war Tierbeobachten schwach.Bei John Herberts Village war eigentlich Übernachtung geplant.Aber das Ufer war auf etwa 30 Meter knietief schlammig.Das Transportieren der Ausrüstung zu der gut erhaltenen Hütte gestaltete sich so schwer,daß ich kurzerhand weitergefahren bin.Auch hier hatte ich wieder starken Gegenwind.Ich habe dann die zwei Stechpaddel zum Doppelpaddel umfunktioniert,ansonsten wäre Weiterfahren nur schwer möglich gewesen.Bei der Suche nach einer schönen Kiesbank endeckte ich gegen 21 Uhr zwei Zelte.Die dazugehörenden Personen saßen beim Essen.Die drei Klepperfaltboote ließen keinen Zweifel woher die Drei kamen.Das allerdings Kurt und Charley in Deutschland nur 15 bzw 30 km von meinem Wohnort entfernt zu Hause sind war schon stark.Karin kam aus Hamburg.Schon gabs wieder was zu essen.Ich bin dann nach Absprache hiergeblieben und wir haben dann die Fahrt gemeinsam bis Fairbanks und München abgeschlossen.

   
         
         

13.Tag J H V - Zeltplatz 

Der Porcupine windet sich in unglaublich großen Schleifen durch die Landschaft.Zum Teil breit wie ein See.Die drei sind über den Eagle zum Porcupine und wir waren uns einig darüber,das der Porcupine hier im unteren Teil nicht mehr sehr reizvoll ist.

14.Tag Zeltplatz - Zeltplatz Nine Mile Slough 

Eigentlich wollte wir heute einen Ruhetag einlegen.Aber es fing an zu regnen und daher sind wir am späten Vormittag losgefahren.Nachmittags schien wieder die Sonne und wir fanden eine sehr guten Zeltplatz einige KM vor Bootleg Bend. Der Bereich der Mündung des Sheenjek Rivers ist auch sehr gut zum Zelten geeignet. Hier gabs es große Sandbänke aus feinem Sand.

 

15.Tag ZP - Joe Carroll Cabin

Traumwetter ohne Mücken bewogen uns einen Ruhetag einzulegen. Fischen war leider bei der gesamte Fahrt schlecht.  

16.Tag ZP - Fort Yukon

 

Auf dieser letzten Etappe begann es in Strömen zu regnen.Aber da die gesamte Fahrt Topwetter hatte war es natürlich egal.Durch die hier wieder starke Strömung ist der gesamte Uferbereich des Porcupine im Bereich von Fort Yukon praktisch ein mehrere Meter hohes Steilufer.Wir haben zuerst versucht die Portage zum HOSPITAL Lake zu finden.Aber es ist einfach schlecht.Besser ist es bis entweder zum Yukon oder den kleinen Fluß gegen seine schwache Strömung nach Fort Yukon zu benutzen.Wir sind bis zum Yukon.Die hier wirklich starke Strömung des Yukon erforderte alle Kräfte um die Strecke bis Fort Yukon zurückzulegen.Hier haben wir dann in einem überdachten Abstellplatz eine trockene Stelle gefunden.Geschafft!Nach dem Zeltaufbau,dem ersten heißen Tee sah alles schon wieder bestens aus.Im Gegensatz zu  Old Crow ist Fort Yukon ein nicht einladendes Nest.Nahezu alle Personen waren stets alkoholisiert und einige Natives leider ausgesprochen aufdringlich und es empfiehlt sich ein Auge auf seine Sachen zu haben.Abends gabs noch einmal Fisch.Wir hatten einem Native geholfen sein Boot an Land zu bringen und er revanchierte sich mit einem Lachs.
   

17.Tag Fort Yukon - Fairbanks

Am Morgen sind Kurt und ich zum "Flughafen". Wir wollten unseren Rückflug organisieren. Es sind mehrere Gesellschaften hier ansässig, die um jeden Touristen kämpfen. Also man braucht 100% nichts in Deutschland buchen.Es fliegen mehrfach täglich mehrere Gesellschaften von Fairbanks nach Fort Yukon. Wir hatten natürlich unter allen Töpfen mit Honig genau den mit der Scheisse erwischt.Der uns zugesagt Flug gegen Mittag fand nicht statt.Erst war der Flieger voll, dann irgendein anderes Problem.Als uns dann gesagt wurde,das er in einer Stunde kommt,es war mittlerweile gegen 17 Uhr,sprang ein Motor nicht an.Als dann abends endlich alles klar schien,hatten wir zuviel Gepäck.Obwohl der Pilot sich die Sachen mittags angeschaut hatte.Also sorgte Quax,wie wir ihn mittlerweile nannten dann dafür,das ein Teil des Gepäcks mit einer anderen Maschine nach FAI gebracht wurde.Gegen 20 Uhr hatten wir es dann doch tatsächlich geschafft.In Fairbanks sicher gelandet.Bravo!Zum Zelten war uns bei dem schlechten Wetter nicht zumute und so sind wir dann in ein Motel.Preiswert und in der Nähe des Airport.Natürlich duschen,stylen und ab in den nächsten Pub zu einem kalten Bier.Können auch 2,3 oder mehr gewesen sein.
     

18.Tag Fairbanks

Morgens sind wir sofort brav zum Airport gefahren um uns anzumelden.Der Beamte war ausgesprochen unfreundlich und verärgert darüber,daß wir schom mehrere Tage in den USA waren.Praktisch illegal.Auch unsere Bemerkungen das nunmal bei Rampart in der Wildnis kein Grenzbeamter auf einem Stuhl auf Kanufahrer wartet und auch das in Fort Yukon keine offizielle Stelle existiert,haben ihn nicht beruhigen können.Er wies uns dann wiederholt darauf hin das er uns einsperren könnte.Wir haben dann ebenfalls die Geduld verloren und ihm gesagt,das wir dann die Hotelkosten sparen.Aber irgendwann war er doch dann so gnädig und gab uns die Formulare.Erstaunt war ich darüber das ihn mein Gewehr überhaupt nicht interessiert hat.

19.Tag Fairbanks

Stadtbesichtigung,Schlafen und abends in den Pub

20.Tag Fairbanks - MUC

Wir waren bereits 3 Stunden vor dem offiziellen Check-In am Schalter.Die nette Dame dort hat uns angesichts unseres Berges von Ausrüstung sofort eingecheckt.Von mir wollte sie allerdings 100 ,-DM haben.Für das Boot.Die Schaltermaus in München hatte doch glatt vergessen auf dem Rückflugticket die bereits gezahlte Summe zu vermerken.Aber da Karin,Kurt und Charly korrekte Tickets hatten und hinter uns mittlerweile eine Menge Leute waren,hat sie dann mein Gepäck so angenommen.Über diese Unzulänglichkeiten habe ich die Condor nach meiner Rückkehr mittels eines sachlichen Schreibens informiert.Darauf hin erhielt ich eine Antwort mit einem den Umständen entsprechenden finanziellen Ausgleich.Natürlich entschädigt dieser nicht für drei entgangene Urlaubstage und das ich die ersten Tage praktisch ein Marathonrennen gefahren bin.Da auch mein Freund Thomas,der nach mir nach Canada geflogen ist,Probleme mit dem Personal am Flughafen München hatte sollte man am besten alles das Gepäck betreffende mit der Sonderreservierung der Condor klären und die Faxe unbedingt mitnehmen. Im Nachhinein war auch dies eine schöne Tour,auch wenn es einige Ärgernisse gab. Wer eine wirklich einsame,lange Tour auf einem Großfluß möchte ist hier richtig.Man sollte etwa drei Wochen für alles komplett einplanen.Die hier über die zum Teil flache Gegend fegenden Stürme können die Fahrt erheblich verlangsamen.Ebenfalls Probleme kann der niedrige Wasserstand im Little Bell bereiten.Auch Flüge können aufgrund der Wetterlage um Tage verschoben werden.Bei gutem Wetter in Inuvik kann es durchaus sein,das die Richardson Mountains absolut dicht sind.Daher sind unbedingt Reservetage einzuplanen.Lebensmittel sind nur in Old Crow zu enormen Preisen zu bekommen.Den Flug in die Berge am besten mit den Gesellschaften in Inuvik verhandeln.Wie gesagt man kann viel Geld sparen.

Arctic Chalet Outfitters

Judi & Olav Falsness

25 Carn St.,Box 2404,Inuvik,NT XOE OTO

Tel.(867)777-3535 Fax .... - 4443

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